Baiern, Bajuwaren, lateinisch Baiovarii
(Baiovarii = Männer aus dem Lande Baia = Böhmen ?)
Germanischer Stamm, der sich im 5. und 6 Jahrhundert zwischen Donau und Alpen aus verschiedenen Stammesgruppen bildete. Während des 4. und 5. Jahrhunderts waren Germanen als römische Söldner an der Donau angesiedelt worden, aus Böhmen kamen größere Gruppen von Markomannen und Elbgermanen. Als erstes erwähnte 520 n.0 Cassiodor die Bajuwaren, 551 n.0 Jordanes. In dieser Zeit waren damit meist die Markomannen gemeint. Von durchziehenden oder sich auflösenden ostgermanischen Stämmen (Skiren, Heruler) blieben Reste zurück. Nach der Auflösung der römischen Herrschaft Ende des 5. Jahrhunderts breiteten sich die vorwiegend in Weilern oder kleinen Dörfern lebenden Baiern nach Süden bis in die Alpentäler und entlang der Donau aus, vermischten sich mit Romanen und Resten der Langobarden und besiedelten das heutige Oberösterreich, Salzburg und Tirol bis Säben und in das Pustertal. Um 550 wird der Stamm erstmals als Einheit genannt, stand aber schon unter fränkischer Oberhoheit. Er gliederte sich in Gaue, 6 Familien bildeten die adelige Oberschicht, die in der "lex Baiuvariorum" genannt ist. Zum führenden Geschlecht wurden Mitte des 6. Jahrhunderts die burgundischen Agilolfinger (bis 788). Um 600 setzte die christliche Mission ein, um 700 unter fränkischer Oberhoheit, getragen von Emmeram, Rupert und Corbinian.
Von den Baiern wurde vor und in der Karolingerzeit die Kolonisation Ostösterreichs und Karantaniens getragen. Nach 955 wurde eine Mark im Verband des Herzogtums Bayern erschlossen und besiedelt. Seit dem 10. Jahrhundert wuchsen aus Bayern die österreichischen Länder, zuerst 976 das Herzogtum Kärnten, 1156 Österreich und 1180 die Steiermark, dann auch das Erzbistum Salzburg und die Grafschaft Tirol.
Die Bajuwaren

Eine erschöpfende Seite zum Thema Baiern.

Friedenhain-Přešťovice Kultur

Friedenhain-Přešťovice ist eine archäologische Fundgruppe. Benannt wurde sie nach zwei ihrer zahlreichen Brandgräberfelder - Friedenhain bei Straubing (Bayern) und Přešťovice an der Otava in Tschechien.
Erkennbar ist die Friedenhain-Prestovice-Kultur allein durch ihre spezifische Keramik, welche von Stil und Art der Herstellung dem sogenannten elbgermanischen Kreis zugeordnet wird, und ab etwa 400 n. Chr. entlang der Donau zwischen Passau und Neuburg auftritt. Während die Beigabe dieser Keramik in den Gräberfeldern Prestovices und anderswo in Tschechien im frühen 5. Jahrhundert abbricht, erweitert sich ihre Präsenz entlang der Donau bis Linz (Oberösterreich), bis hinauf ins Tal der Altmühl, und bis zur Wertach in (Schwaben (ehemaliges Kastell am Goldberg bei Türkheim).
Das elbgermanische Fundgut der Archäologen ist gerade im westlichen Bayern häufig vermischt mit Dingen alemannischer Herkunft. Manchmal geht dies mit Ortsnamen einher, die sich vom Namen der Thüringer ableiten (Thürheim, Türkheim, Thierhaupten). Ob es sich bei den Hinterlassern dieser elbgermanischen Fundstücke jedoch um Friedenhainer oder Thüringer handelt, ist dabei nicht zu klären.

Zusammenhang mit dem Stamm der Baiern
Die Friedenhainer siedelten zunächst nur außerhalb der römischen Grenzen und jenseits der Donau. In der Folgezeit übernahmen sie - vermutlich als Föderaten - auch Kastelle der Römer (z. B. Regensburg). Der zeitliche Horizont ihrer Zuwanderung ist derselbe, in welchem Vandalen und Sueben ihre Siedlungsgebiete verließen und gemeinsam mit den Alanen ihren großen Wanderungszug entlang der Donau nach Gallien und Spanien antraten (406 Überquerung des Rheins).

Schriftliche Zeugnisse über sie gibt es nicht. Eugippius, der in seiner Biographie des St. Severin aus eigenem Erleben über das Leben an der Donau zur Frühzeit der Völkerwanderung schreibt, benennt nur „Barbaren“ oder auch elbgermanische „Thüringer“, welche allein sich sowohl zeitlich als auch geografisch mit den Friedenhainern in Verbindung bringen ließen.

Für die Stammesbildung der Bayern wird den Friedenhainern seit ihrer Entdeckung größte Bedeutung zugemessen.

Aus Wikipedia

Strupinga zur Baiernzeit
Nach dem Ende des Römischen Reiches wurde Straubing fast übergangslos zu einem Siedlungszentrum der Bajuwaren, die sich vor allem im Bereich der alten römischen Siedlung um den heutigen Kirchhof von St. Peter zwischen Allachbach und Donau und des heutigen Stadtteils
Alburg niederließen. Nach bajuwarischer Gepflogenheit wurde die neue Siedlung nach dem Sippenführer Strupo "Strupinga" genannt, woraus sich schließlich der Name Straubing entwickelte.
Gerade die Grabungen in Straubing brachten viel Licht in die Entstehungsgeschichte des Baiern-Stammes. Wir wissen heute, dass er nicht von außen in einer Okkupationsbewegung einbrach, sondern sich zwischen Donau und Alpen, Lech und Enns aus den verbliebenen Romanen, elbgermanischen Söldnern aus dem Böhmischen, aus von Westen und Osten zugezogenen Alamannen, Goten, Gepiden und Langobarden innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Volk formierte. Die Friedhöfe und Funde vom 5. bis 7. Jahrhundert im östlichen Stadtgebiet Straubings und in Straubing-Alburg legen davon ein beredtes Zeugnis ab und wenn sogar früher ostgotischer Grabschmuck zutage trat, dann ist dies keine Überraschung sondern ein Hinweis auf das Bemühen Theoderichs des Großen, in der Nachfolge des weströmischen Kaisertums die entfernten Provinzen im Norden nicht ganz aus dem Auge zu verlieren. Zwei der bajuwarischen Siedlungskerne wurden in der Folgezeit besonders bedeutend: der Pfalzort Alburg und „Strupinga", der typische ing-Ort im Bereich des ehemaligen römischen Straubing. Zuerst agilolfingisch-bairisch, dann karolingisch und wieder luitpoldinisch-bairisch kam das „predium", das Königsgut Straubing in ottonischsächsische und mit Kaiser Heinrich 11. in ottonisch-bairische Hand. Aus dem Jahre 897 stammt die erste urkundliche Erwähnung von „Strubinga".

 

113 v.Chr. Vertreiben die Kimbern auf ihren Zügen gen Süden die keltischen Bojer aus ihrem angestammten Gebiet in Böhmen in Richtung Pannonien
100 v. Chr.

Keltische Großsiedlung namens "Sorviodurum" im Osten des heutigen Straubing.

9 v.Chr.

Führte Marbod seine Markomannen aus dem Maingebiet nach Böhmen und errichtete dort ein erstes germanisches Königreich mit Langobarden, Lugier, Semnonen und verbliebenen Bojern
7 v.Chr. Die Messias-Erwartung im Römischen Reich hat vielfach einen antirömischen politischen Hintergrund.
Ein Zensus
= Volkszählung des
Quirinus (legt Christi Geburt fest)
ab 1.Jh. n.Chr. Treten an der Unter- & Mittelelbe langanhaltende Klimaverschlechterungen ein und wie schon bei den Kimbern, werden die elbgermanischen Stämme gezwungen weiter die Elbe aufwärts zu wandern bis sie Böhmen erreichen ...
ab ca.70 Kastelle, Hafen und Lagerdorf der Römer bei "Sorviodurum"
166 ... von diesen Menschenmassen bedrängt, sehen sich die Markomannen gezwungen, die Römer um Land zu bitten, was abgelehnt wird
166 - 180 dies löst den Markomannenkrieg aus, der verloren wird & Böhmen wird beinahe die römische Provinz "Markomannia" - doch stirbt Kaiser Marc Aurel zuvor in Böhmen an der Pest, die seine Legionstruppen eingeschleppt hatten, sein Sohn & Nachfolger Commmodus stellt die alten Grenzen wieder her & gibt alle römischen Eroberungen auf
179 Neubau des römischen Legionslagers Castra Regina, das sich bald zur am stärksten befestigten Festungsstadt Regensburg im römischen Rätien entwickelt
2.-5.Jh Bevor noch die Markomannen Böhmen verließen, wanderte aus dem Elbegebiet der Stamm der "Urbayern" ein & siedelte sehr abgeschieden von allen anderen Stämmen in der Gegend um Strakonitz. Sie zeichneten sich durch eine besondere Keramik aus und auch, dass sie noch Brandbestattung ausübten, wo alle anderen Stämme ringsum bereits Reihengräberfelder anlegten.
350 Siedelte der bajuwarische Stamm um Prestovice - Friedenhain als römische Föderaten nach Regensburg über und besiedelt auch das Land westlich bis an die Regnitz und nördlich bis an den Main. Dort vermischen sie sich schnell mit Quaden, Sueben, Rugier und der römischen Restbevölkerung und nehmen schnell deren Bestattungsriten an. Die bajuwarischen Herzöge der Agilolfinger standen den Langobarden wohl aber am nächsten, da niemand im agilolfingischen Hause diesen Namen trug, er allerdings häufig im langobardischen Königshaus auftritt.
400 Regensburg blieb nach Verlassen der Römer Sitz der böhmischen Föderaten von Prestovice-Friedenhain. Erkennbar ist die Friedenhain - Prestovice - Kultur allein durch ihre spezifische Keramik, welche von Stil und Art der Herstellung dem sogenannten elbgermanischen Kreis zugeordnet wird, und ab etwa 400 n. Chr. entlang der Donau zwischen Passau und Neuburg auftritt.
ab 450 Bajuwarische Siedlungen und Gräberfelder im Stadtgebiet von Straubing
ab 476 Nachdem Rom keinen Sold mehr an seine Föderaten zahlt, verlassen sie die Kastelle und gründen davor Dörfer im gesamten Donaugebiet, um wie schon früher von Ackerbau & Viehzucht zu leben
493 Rätien kommt unter die Herrschaft der Ostgoten unter König Theoderich, der die bajuwarischen Föderaten in Regensburg fördert
496 Alamannen finden auf der Flucht vor den Franken Asyl in Rätien & gehen ebenfalls in den Baiern auf
508 - 537 Herzog Theodo I versammelt zahlreiche Männer der Franken, Wandalen, Langobarden, Awaren, Hunnen um sich & stieß mit diesem gewaltigen Heer über die Donau nach Pannonien und die angrenzenden röm. Provinzen & vertrieb die provinzial-römische Restbevölkerung zurück über die Alpen und besetzt das Land. Bei Epolding im Mühltal bei München befindet sich der Kultplatz der Baiern.
520 Vetreibung der Römer bei Ötting durch Herzog Theodo I.
5./6.Jh. Das slawische Kärnten wird von den Bajuwaren eingenommen und ein bayrisches Unterherzogtum
531 - 534 Franken unterwerfen das Thüringerreich - in diesem Zug kommt auch der bajuwarische Adel vom Geschlecht der Agilolfinger unter fränkische Herrschaft. Regensburg wird erstes fränkisches Verwaltungszentrum und die Christianisierung beginnt.
536 Die gotische Herrschaft endet als Ostgotenkönig Witigis Rätien an den fränkischen König Theudebert abtritt, in der vergeblichen Hoffnung Franken würde sich neutral verhalten im Krieg gegen den oströmischen Kaiser Justinian I. Prokop dagegen berichtet nur von der Abtretung der Provence an die Franken - der Umstand dessen, das sich die Bajuwaren nicht an dem fränkischen Kriegszug gegen den slawischen König Samo beteiligten, läßt eher ihre Unabhängigkeit vermuten.
526 - 568 Bajuwaren breiten sich über Pannonien bis Oberitalien aus
537 - 566 Herzog Udo
565 Urkundliche Erwähnung der Bajuwaren durch Venantius Fortunatus, Bischoff v. Poitiers, der sie östlich des Lech in der ehemaligen römischen Provinz Rätien lokalisiert
566 - 567 Herzog Theodobald
567 - 580 Herzog Garibald I.
568 Abwanderung der Langobarden nach Italien - Bajuwaren werden wichtiges strategisches Grenzvolk, z.B. haben sie die asiatischen Awaren in der ungarischen Tiefebene abzuwehren
575 - 588 Fränkische Feldzüge gegen die Langobarden, wobei der bairische Herzog Garibald I. auf langobardischer Seite kämpft, da er 2 Töchter an den langobardischen Herzog Evin v. Trient und den langobardischen König Authari verheiratet hat
580 - 598 Herzog Tassilo I. führt mehrere Feldzüge gegen die nach Westen vordringenden Tschechen und fällt in einer Schlacht
598 - 630 Herzog Garibald II. folgt seinem Vater im Herzogsamt und führt die Kämpfe gegen die Tschechen fort; wurde möglicherweise auf Betreiben der fränkischen Arnulfinger umgebracht
630 - 641 Herzog Fara, Sohn Garibalds, übernimmt das Herzogsamt und rebelliert gemeinsam mit seinem Freund & Bundesgenossen Herzog Radulf v. Thüringen auf Grund des Mordes an seinem Vater gegen die Franken. Bei einem Feldzug gegen den fränkischen König Sigibert III. kommt er ums Leben.
640 - 680 Herzog Theodo IV. nahm den fränkischen Missionar & Bischoff Emmeram bei sich in Regensburg auf, der nichts besseres zu tun hatte, als dessen Tochter Uta zu schwängern und sich daraufhin aus dem Staub zu machen - angeblich auf Pilgerfahrt nach Rom. Theodo's Sohn Landpert verfolgte und massakrierte ihn. Die Kirche sprach Emmeram heilig.
ab 688 Folgte Herzog Landpert seinem Vater ins Amt
ab 700 Der alte Kultplatz der Baiern bei Epolding wird mit der ersten Steinkirche überbaut
bis 714 Herzog Theodo V., Enkel Herzog Garibald II.; er teilt sein Herzogtum unter seinen 4 Söhnen auf
716 - 719 Herzog Tassilo II. folgt seinem Vater Theodo V. im Amt, stirbt aber wahrscheinlich kinderlos
719 - 725 Deshalb folgt ihm sein Bruder Theudebert ins Amt, er verheiratet seine Tochter Swanahild mit dem Franken Karl Martell und die andere Tochter Guntrud mit dem Langobardenkönig Liutprand

725 - 739

Nach dem frühzeitigen Tod Theudeberts folgte ihm sein wohl noch minderjähriger Sohn Hugbert, was Karl Martell auszunutzen wußte. Herzog Hugbert mußte Teile seines Herzogtums preisgeben und bis 737 im Namen des Frankenkönigs Theuderich IV. regieren, er rief Bonifatius zur Christianisierung seines Landes nach Bayern
739 - 748 Herzog Odilo gründete zahlreiche Diözesen und veranlaßte die Niederschrift des bairischen Stammesrechts; er heiratete Hiltrud, eine Tochter Karl Martells weshalb es aber
742/743 zum Konflikt mit seinen Schwagern Karlmann und Pippin d. Jüngeren kam, am Ende mußte er die fränkische Oberhoheit über Baiern bestätigen und behielt dafür sein Herzogsamt
749 - 788 Tassilo III., Sohn Odilos & Hiltrud und damit Vetter von Karl d. Großen, wird Herzog der Baiern; er heiratet Luitbirga, Tochter des letzten Langobardenkönigs Desiderius, doch die Langobarden sind die Feinde der Karolinger
763 Herzog Tassilo III. verweigert Karl d. Großen die Heeresfolge bei dessen Feldzug nach Aquitanien
774 Karl d. Große erobert das Langobardenreich, damit verliert Tassilo III. seinen wichtigsten Bündnispartner
787 Der agilolfingische Herzog Tassilo III. verbündet sich mit den Awaren gegen Karl d. Großen, doch sie werden besiegt und Tassilo wird zum Lehnsmann degradiert.
788 Beim Prozess in der Ingelheimer Pfalz wird Tassilo wegen seiner Fahnenflucht von 763 und seinem Bündnis mit den Langobarden & Awaren zum Tode verurteilt, dann aber begnadigt und in ein Kloster verbannt; die Agilolfinger verlieren ihre führende Position im bajuwarischen Stammesherzogtum, bestehen aber als Herzogtum mit eigenen Gesetzen noch bis ins Hochmittelalter fort
791 - 793 Karl d. Große verbringt die Winter in Regensburg, um persönlich die Einverleibung Bayerns ins Fränkische Reich zu überwachen.
794 Tassilo wird noch einmal aus dem Kloster geholt, um seinen Verzicht und der seiner Nachkommen auf die bairische Herzogswürde zu beurkunden.
814 der Tod Karl d. Großen führt zur Bildung eines karolingischen Teil- & Unterkönigtums in Bayern. Der älteste Sohn von Ludwig d. Frommen, Lothar, wird "König von Bayern" - Bayern entwickelt sich so vom bajuwarischen Stammesherzogtum zum karolingischen Stammeskönigtum
817 bei der karolingischen Reichsverteilung fällt Bayern und das slawische Böhmen an Ludwig d. Deutschen
845 lassen sich 14 slawisch-böhmische Herzöge bzw. Stammesfürsten in der bayrischen Landeshauptstadt Regensburg taufen
895 Luidbold, Ahnherr der bayrischen Stammesherzöge der Luitpoldinger, wird Graf der böhmischen Mark, des Nord- & dem Donaugau - aus der Markgrafschaft Nordgau wird später die Oberpfalz
897 Erste urkundliche Erwähnung Straubings ("Strupinga"), einer durch Wall und Graben geschützten Siedlung
907 Luidbold fällt gegen die Magyaren/Ungarn und sein Sohn Arnulf wird "dux Baioariorum et etiam adiacentium regionum" = "Herzog von Bayern und den daneben liegenden Ländern".
907 - 937 Arnulf unternimmt mehrere Feldzüge gegen die Böhmen & verheiratet eine Tochter mit einem böhmischen Edlen, deren Sohn Slawnik Vater des heiligen Adalbert & Ahnherr der deutschfreundlichen Slawniken wird. Arnulf lag im ständigen Krieg mit seinem Stiefvater Konrad, dem karolingischen König von Ostfranken, weshalb er sich kurzzeitig sogar mit seinen alten Feinden den ungarischen Magyaren verband.
919 Als Heinrich von Sachsen zum ostfränkisch-deutschen König ausgerufen wird, läßt sich Arnulf v. Kärnten sogar zum Gegenkönig ausrufen,
921 läßt sich aber bald wieder besänftigen, tritt zurück & behält auch einen Großteil seiner Vorrechte
934 unternimmt Arnulf einen eigenmächtigen Kriegszug in die Lombardei und sucht seinen Machtbereich nach Süden auszudehnen
937 Stirbt Arnulf von Bayern, sein Sohn Eberhard übernimmt dessen Stellung und nennt sich kurzzeitig sogar "König der Langobarden", kann die italienische Königskrone aber nicht lange behaupten. Vielleicht deshalb verweigert Eberhard dem neuen König Otto die Huldigung, worauf er von der königlichen Heeresmacht überwältigt, abgesetzt und des Landes verwiesen wird.
938 Übernimmt Arnulfs Bruder Berthold, bisher Herzog v. Kärnten, das bayrische Herzogtum, das nun aber seiner bisherigen Vorrechte beraubt ist. Außerdem übernimmt der jüngere Bruder Eberhard's, Arnulf II., die neugegründete Pfalzgrafschaft Bayern, um die königlichen Güter zu verwalten
940 Erbaut Arnulf II. die Burg Scheyern und wird Ahnherr der scheyrischen später wittelsbachischen Pfalzgrafen von Bayern
948 Nach dem Tode des Luitpoldingers Berthold übernimmt der Ludolfinger Heinrich, jüngerer Bruder von König Otto d. Großen & verheiratet mit Arnulf's Tochter Judith, das bayrische Herzogtum
952 Vereint König Otto d. Große nach seinem siegreichen Zug gen Italien die norditalienischen Gebiete Istrien, Trient, Aquileya und Verona mit Bayern, das nun vom Fichtelgebirge bis in die Poebene reicht - größte Ausdehnung Bayerns. Diese verlockende Machtstellung brachte den Sohn Heinrichs, Heinrich II. der Zänker dazu, sich gegen das Reich & den Kaiser Otto II. zu wenden, Schwaben & Burgund einzunehmen, um das sächsisch- fränkische Königreich von Italien abzuschneiden...
953 ...unternimmt Arnulf II. gemeinsam mit Ludolf v. Schwaben und Konrad v. Lothringen einen Aufstandsversuch, um das väterliche Herzogtum wiederzuerlangen
954 Arnulf II. findet den Tod in der Schlacht bei Regensburg, sein Sohn versucht vergeblich sich mit den Ungarn zu verbünden
976 Nach einer Verschwörung gegen den Kaiser wird Heinrich d. Zänker seinem Herzogtum entsetzt; an seine Stelle setzt man den Ludolfinger Otto v. Schwaben & verkleinert Bayern drastisch: alle Marken sowie Krain, Istrien & Verona werden selbständig; Kärnten geht an den Luitpoldinger Heinrich, Sohn von Herzog Berthold, der als Nachfolger von Otto v. Schwaben später auch wieder Bayern erhält. Die Ostmark geht an die Babenberger und wird nun Österreich genannt.
985 Erhält Heinrich d. Zänker, nachdem er sich unterworfen hatte & wieder friedlich war, das Herzogtum Bayern zurück, später sogar Kärnten & Verona
bis 1000 War Böhmen unter bayrischer Vormundschaft und man arbeitete eng zusammen - bis das böhmische Geschlecht der Primisliden erstarkte und sich von Bayern lossagte, dieses sogar bald übertrumpfte.
 
  Nach Unterwerfung der Alpenvölker und Romanisierung der Räter durch Rom entwickelte sich die rätoromanische - latinische Sprache in einem geschlossenen Siedlungsgebiet von F. an der Adria über die Dolomiten, Tirol, Graubünden und Vorarlberg bis in das St. Galler Rheintal und Oberland. Durch seit dem 6. Jh. in den Tiroler Raum eindringende germanischen Bajuwaren spaltete sich die Rätoromania in isolierte Sprachlandschaften auf: Bündnerromanen (Rätoromanisch ), Dolomitenladiner, rätoromanische Friulaner. Die von den Römern gegründete Stützpunkte Cividale (Castrum Forum Iulii) im Osten und Aquileja im Süden Friauls waren in der Folge geistige und kulturelle Zentren der Region.
  Orginal bei: Mittgard - Heidentum & Mittelalter  Die Ines gab ihr "Ja".   http://www.mittgard.de

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