Kastelle Passaus

In römischer Zeit wurde Passau Grenzstadt. Während die Donau das Römische Reich vom freien Germanien trennte, bildete der Inn nicht nur die Grenze zwischen den Provinzen Rätien und Norikum, sondern auch die zwischen dem gallischen und illyrischen Zollbezirk. Die frühesten Belege der römischen Okkupation der in Rätien gelegenen Altstadt Passaus stammen aus claudischer Zeit. Einen kleinen Militärposten im Bereich der Ortsspitze baute das Militär im Laufe des 1. und 2. Jahrhunderts zu einem Kastell aus. Wohl im Zuge der Markomannenkriege wurde es zerstört und aufgegeben.

Das Nachfolgekastell errichteten die Römer auf dem Domberg und stationierten hier die 9. Bataverkohorte.

Nach den Zerstörungen bei den Alamanneneinfällen um 240 n.Chr. zog man erneut zur Ortsspitze und errichtete ein spätantikes Kastell mit dem mehrfach überlieferten Namen Batavis
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I
m Zuge des Limesausbaus unter Domitian errichteten die römischen Militärs an der Mündung des Inns in die Donau ein Kastell von 13000 - 14000 qm Größe nebst der dazugehörigen Zivilsiedlung. Wahrscheinlich übertrugen sie den Namen der keltischen Siedlung auf diese Gründung. Als Besatzung kann man neben einem Numerus (Numerus Boiodurensium) auch die fünfte berittene Breuker Kohorte (Cohors Quinta Breucorum Equitata Civium Romanorum) annehmen.

Nach der Zerstörung des Kastells Boiodurum sowie der umgebenden Zivilsiedlung um 240 n.Chr. errichtete man etwa 1 km innaufwärts gegen 300 n.Chr. ein kleines, burgartiges Kastell  (Boiotro). Der Kastellname Boiotro, eine Verballhornung von Boiodurum, ist in der Notitia Dignitatum und in der Severinsvita des Eugippius überliefert. Wahrscheinlich ließ hier Severin ein kleines Kloster errichten. Einbauten aus dem späten 5. Jahrhundert in der Südostecke des Kastells geben Hinweise darauf. In unmittelbarer Nachbarschaft entstand in derselben Zeit eine Kirche für die Severin Reliquien von Johannes d.T. beschaffen konnte.
Quelle: www.stadtarchaeologie.de

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