Kastell Quintana Künzing

Das römische Kastell Künzing wurde etwa 90 Jahre nach Christi Geburt erbaut.

Die Rekonstruktion des historischen Ablaufes sowie den archäologischen Nachweis für die Art der unterschiedlichen Umwehrungen und der Gliederung der Innenbebauung der insgesamt vier Bauphasen des Kastells, ist den Ausgrabungen zu verdanken, das Kastell erstreckte sich zu beiden Seiten der Bundesstraße in einem Rechteck von 165,5 mal 132,5 m (nutzbare Innenfläche 1,96 Hektar), und zwar so, dass heute die Künzinger Pfarrkirche Sankt Laurentius am nördlichen Außenrand und die Volksschulanlage im südöstlichen Teil des Kastellbereichs liegt. Nach einigen Ziegelstempeln war die Besatzung des mittelkaiserzeitlichen Donaukastells der beiden ersten Bauphasen die 3. Thrakerkohorte, eine 500 Mann starke Reiter- und Infanterie-Einheit

Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Veleius
In der ersten Phase von etwa 90 bis 120 n. Chr. bestand die Wehrmauer aus einer hölzernen Palisadenwand, hinter die ein Erddamm geschüttet war; rund um die Kastellmauer war in konzentrischer Form ein Verteidigungsgraben angelegt.

Die zweite, etwa von 120 bis 135 n. Chr. zu datierende Bauphase wies eine Holz-Erde-Mauer mit senkrechter Vorder- und Rückfront von 4,80 m Breite auf, vor der nunmehr zwei Gräben ausgehoben waren.

Die 3. Thrakerkohorte wurde mit zum jüdischen Feldzug Kaiser Hadrians von 132 bis 136 n. Chr. abkommandiert. Nach der Rückkehr war Gnotzheim in Mittelfranken neuer Aufenthaltsort. Die Anlagen in Künzing werden danach von einem kleineren Kommando noch eine längere Zeit instand gehalten worden sein, ehe sie für eine neu einrückende Truppe vollkommen neu gebaut wurden.

Zwischen 150 und 160 n. Chr. kam eine neue Einheit, vermutlich die 5. Bracaraugustanerkohorte. Der überlieferte Name Quintanis-Künzing dürfte auf die letzte Besatzung dieses Kastells zurückgehen. Sie errichtete das Kastell der dritten Phase von Grund auf neu als Steinkastell, während die Innenbauten weiterhin in Holzausführung waren. Den vorhandenen Gräben wurden drei weitere hinzugefügt, so dass nun fünf Verteidigungsgräben um das Kastell gezogen waren, deren äußerster rund 42 m vor der Mauer lag.
In der vierten Bauphase von etwa 200 n. Chr. war der ebenfalls steinernen Wehrmauer wie in der ersten Periode nur noch ein Schutzgraben vorgelegt. Es erfolgte noch die teilweise Umgestaltung des Stabsgebäudes in Stein, wovon noch das hufeisenförmige Fahnenheiligtum Zeugnis ablegt.

Ein Modell aus Holz
(2. Bauperiode) befindet sich in der Künzinger Schule


Die Fundamente des Fahnenheiligtums auf dem Schulhof von Künzing
 Quelle: www.monumente-online.de

Die Cohors V Bracaraugustanorum war die zweite und auch letzte Einheit im Kastell von Künzing, das um 242/244 bei einem Alemannenüberfall untergegangen ist. Davon zeugen auch die beiden nach der Zerstörung des Kastells vergrabenen Hortfunde. Die germanischen Eroberer haben diese Stücke wegen ihres Metallwertes aus den verbrannten und zusammengebrochenen Gebäudetrümmern aufgesammelt und in großer Eile versteckt, ehe sie die geflohene Besatzung des Kastells weiter verfolgten.

Sogar eine hölzerne Arena gab es in Quintana.

Quelle Text: www.deggendorf.org
Museum Künzing Quintana
Geo: http://wikimapia.org

Quelle: http://www.limes-oesterreich.at  
DER DONAULIMES IN BAYERNWolfgang Czysz, Andrea Faber, Christof Flügel und C. Sebastian Sommer

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