Die Kelten  Keltische Kunst
 
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Wer waren die Kelten?

Die Bezeichnung Gallier oder Galli stammt von den Römern. Wir kennen dieses Volk unter dem Namen Kelten. Diese Bezeichnung leitet sich wiederum vom griechischen Wort Keltoi ab, was "die Erhabenen", "die Tapferen" bedeutet.
Nach griechisch-römischer Ausdeutung war Celtus Stammvater und Namensgeber der Kelten, der Sohn der Celtine, einer Tochter des Britannus. Als Herakles die Rinder des Geryon durch Spanien und Gallien trieb, verliebte sie sich in den Heroen, und um mit ihm einig zu werden, entführte sie einige seiner Rinder. Herakles, der die Tiere unbedingt brauchte, um seine berühmten zwölf Arbeiten zu erledigen, war Celtine gegen Rückgabe zu Willen und zeugte mit ihr den Celtus. Von ungefähr 1200 v. Chr. bis etwa Christi Geburt siedelten die Kelten in weiten Teilen West-, Mittel-, Südeuropas und Kleinasiens und eben auch in Bayern. In diesen rund 1000 Jahren, die man auch als keltisches Jahrtausend bezeichnet, vollzog sich die Entwicklung von der Bronzezeit zur Eisenzeit.

Nach Mitteleuropa sollen die Kelten im zweiten Jahrtausend v. Chr. als berittene Scharen aus Asien die Donau entlang nach Europa eingedrungen sein, wo sie auf die Reste der Megalithkulturen trafen. Epochen früher keltischer Kultur bezeichnet man nach bedeutenden Fundorten als Hallstatt-Zeit. Bis ins fünfte Jahrhundert v. siedelten sie in Österreich, im süddeutschen Raum (nach Norden bis Harz und Weser) und in Frankreich (La Tène-Zeit). Dann, um 400 v., gerieten sie erneut in Bewegung und zogen auf die britischen Inseln, in Richtung Spanien (darum Galicien) und nach Oberitalien, ab 300 v. Chr. auch auf den Balkan, versuchten Griechenland zu erobern (Niederlagen bei den Thermophylen und bei Delphi) und gingen 277 v. Chr. nach Kleinasien
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387 v. Chr. erschienen die Kelten vor Rom, wo sie einen bleibenden Eindruck auf die Römer hinterließen. Im 3. Jahrhundert v. Chr. zogen die Kelten auch nach der Balkanhalbinsel und bis Kleinasien, wo sie lange ansässig waren (Galatien). Andere besetzten die britischen Inseln (Gälen (Iren), Briten, Waliser, Scoten), von wo sie im 5. Jahrhundert nach der Zeitenwende von den Angelsachsen verdrängt wurden Sie hielten sich allerdings in Wales, auf der Insel Man, in Irland und Schottland. In den beiden letzten vorchristlichen Jahrhunderten entwickelten die Kelten die sogenanten Oppida - Zivilisation, sie schufen stadtartige, befestigte Siedlungen als Stammeszentren von Verwaltung, Handel und Gewerbe. Die in Frankreich siedelnden Kelten (Gallier) wurden von 58 bis 51 v. vom römischen Eroberer Caesar unterworfen.
Die keltische Gesellschaft kannte zwei bestimmende Schichten. Neben den Druiden waren es die Ritter, reiche Kelten, die sich wegen ihres Vermögens die volle Schlachtausrüstung leisten konnten. Diesen Rittern schlossen sich die Übrigen als Clienten an und folgten ihm auf seinen Kriegszügen. Caesar bezeichnet die Clienten durchweg als Sklaven. Diese Sichtweise kann allerdings von seiner römischen Herkunft bestimmt sein (in Rom war die Sklaverei allgemein üblich). Die Kelten kannten keine Schriftsprache. Ihre Mythen und ihr gesamtes Wissen gaben sie mündlich weiter.
Die Religion der Kelten wurde von den Druiden gepflegt, die ihre Lehre mündlich an ihre Schüler weitergaben, an Schriftgut ist nur Profanes überkommen, wobei sich die Kelten übrigens griechischer Schrift bedienten. Dass wir trotzdem eine Ahnung davon haben wie sie lebten, verdanken wir zum einen den Geschichtsschreibern anderer Völker, die uns das Leben der Kelten schildern. Das berühmteste Beispiel ist sicher De bello gallico (Der gallische Krieg) von Julius Caesar. Zum anderen haben Archäologen bei Grabungen viele Gegenstände gefunden, die das Leben der Kelten anschaulich machen: Gefäße aus Ton, Waffen und Schmuck. Einige dieser Gegenstände finden wir in der Archäologischen Staatssammlung. Einen keltischen Staat, ein keltisches Volk gab es nie, wohl aber zahlreiche Stämme mit ähnlicher Kultur. Alle Vertreter dieser besonderen Kultur bezeichnen wir heute als Kelten. Die einzelnen Stämme wurden von Häuptlingen regiert. In den Sagen ist auch von Königen die Rede. So zum Beispiel von König Artus und den Rittern der Tafelrunde, sie lebten, liebten und kämpften im heutigen England, das damals auch Keltenland war. Ob es einen König Artus jemals gegeben hat, wissen wir nicht.
Die zahlreichen keltischen Stämme lebten untereinander in ständigem Krieg.
Ihre Vorstellung von der Wiedergeburt der Seele, die sie mit den Germanen teilen, ließ sie ohne Furcht vor dem Tod in den Kampf ziehen. Archäologische Funde geben reiches Zeugnis von der Höhe keltischer Kultur. Der Ackerbau war den Kelten bekannt und sie bewohnten wohl organisierte, durch Mauern bewehrte Städte. Töpferei, Textil-, Schmiede- und Kunsthandwerk blühten, Rohstoffe lieferte entwickelter Bergbau.
Besonders von den die britischen Inseln bewohnenden Kelten, hier vor allem den Iren, sind vier Jahreszeitenfeste bekannt. Es sind dies die „Jahresnacht” Samhain am 1. November, mit dem der Winter beginnt, der „Jahresmorgen” Imbolc am 1. Februar, dem der Frühling folgt, dem „Jahresmittag”, das Sommerfest Beltaine am 1. Mai und der „Jahresabend” zum Herbstbeginn Lughnasa am 1. August, wobei die Festlichkeiten jeweils mit dem Vorabend des Kalendertages beginnen.
Der Druck der Germanen wurde in der 1. Hälfte des 1. Jh. v. Chr. spürbar stärker, was das Ende der keltischen Unabhängigkeit eingeläutet haben dürfte. Ab ca. 71. v. Chr. baute der
Suebenkönig Ariovist sogar ein Herrschaftsgebiet in Ostfrankreich auf. Diese kriegerische Nachbarschaft war sicher mit ein Grund für den Entscheid der Helvetier und der mit ihnen verbündeten Stämme, im Frühling 58 v. Chr. Richtung Südwestfrankreich aufzubrechen. Die Intervention und die sich an diese anschließenden Feldzüge des Proconsuls Julius Caesar bedeuteten das Ende der keltischen Unabhängigkeit. Diese Entwicklung war allerdings in gewissem Sinne vorgezeichnet; die keltischen Gesellschaftstrukturen der Oppidakultur waren bereit, das römische Modell anzunehmen, sich ihm zu unterziehen und es teilweise den eigenen Besonderheiten anzupassen. Die Romanisierung der einzelnen keltischen Territorien nach dem Gallische Krieg erfolgte in versch. Intensitätsgraden und in unterschiedlichen Zeitabschnitten. Die westlichen Schweiz geriet - wie auch Frankreich, Luxemburg oder die Region um Trier - früh in den römischen Kulturkreis. Das gesamte Schweizer Mittelland und der Süden Deutschlands wurden dem römischen Reich nach der Eroberung der Alpen und Rhätiens (16-15 v. Chr.) durch Tiberius und Drusus, den Schwiegersöhnen des Augustus, einverleibt. Die Ostkelten erhielten noch einige Jahrzehnte Aufschub. Die keltische Kultur überlebte die römische Herrschaft vorderhand nicht nur im religiösen, künstlerischen und handwerklichem Bereich, sondern auch in den Personen- und Ortsnamen. Auf dem Land dürfte noch jahrhunderte lang Keltisch gesprochen worden sein, bis schließlich das Latein oder die germanische Sprachen die Oberhand gewannen.
  Quellen: http://www.burgendaten.de/glossary-item.php?name=Keltische Kunst
 
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