Zeittafel vom Jahr 900 v.Chr. bis zum Ende des Weströmischen Reichs.
Quellen: Louise-Schroeder-Gymnasium München
und: Judith Mathes Zeittafel zur römischen Geschichte
Ab 900 v. Chr. sind die Hügel Palatin und Quirinal von indogermanischen Latinern besiedelt.  
753 v. Chr. Gründung Roms, der Sage nach, durch Romulus und Remus. Diese sollen Nachkommen des aus Troja geflohenen Aeneas gewesen sein.  
900-500 v. Chr. Starker Einfluss der in der Toskana in Städten lebenden Etrusker auf Rom.  
Um 600 v. Chr.

Gründung Roms, der Archäologie nach, durch Befestigung bestehender Siedlungen.
Die römische Königszeit
Rom wird regiert durch einen König, der gleichzeitig höchster Priester und Feldherr ist. Er wird beraten durch den Rat der Alten (Senat), von dem auch die Nachfolger dem Erbrecht nach bestimmt werden. Die Bevölkerung gliedert sich in Adel (Patrizier) und in vom Adel Abhängige (Klienten). Freie Bewohner (Plebejer) Roms gibt es in der Königszeit nur wenige.

Um 510 v. Chr. Einweihung des Jupitertempels auf dem Kapitol. Jupiter ist der höchste Gott der Römer.
Um 500 v. Chr. König Tarquinius Superbus (= der Stolze) wird von den Patriziern aus der Stadt vertrieben. Rom wird Republik
470-300 v. Chr. Die Zeit der Ständekämpfe
In den Ständekämpfen wehren sich die Plebejer gegen die politische Unterdrückung.               
465 v. Chr. Das Volkstribunat wird eingeführt. Der vom Volk gewählte Volkstribun hat das Recht, gegen Beschlüsse der Beamten einzuschreiten, er hat das Vetorecht. Darüber hinaus ist er religiös verankert und gilt als unverletzlich.
Ab 460 v. Chr. dürfen Plebejer und Patrizier untereinander heiraten.
450 v. Chr. Die Heeresversammlung (Zenturiatskomitien) wird das Wahlorgan für die Beamten (Magistrate). Das Wahlrecht ist nach Einkommen gestaffelt.
Um 450 v. Chr. Aufzeichnung der römischen Gesetze im Zwölf-Tafel-Gesetz.
406-396 v. Chr. Zehnjähriger Krieg gegen die Etruskerstadt Veji (20 km nördlich von Rom)
396 v. Chr. Zerstörung Vejis
Um 400 v. Chr. wandern Kelten aus Gallien in der Poebene ein und siedeln sich dort an. Der weiteren Südwanderung stellen sich Etrusker und Römer entgegen.
390 v. Chr. Die Gallier besiegen die Römer bei Blusium.
387-386 v. Chr. Die Kelten belagern Rom
Verheerende Niederlage der Römer an der Allia. Die Kelten unter Brennus erobern Rom. Durch einen hohen Tribut (vae victis = wehe den Besiegten) erkaufen sich die Römer den Abzug der Kelten.
Um 380 v. Chr. wird Rom durch die Servianische Mauer befestigt.
Um 370 v. Chr. schließen Rom und die anderen Latinerstädte ein Bündnis. Rom ist die wichtigste Stadt aller Latiner und stellt im Krieg den Heerführer. Sonst sind alle Städte selbständig und nur durch gemeinsame Stammesheiligtümer miteinander verbunden. Daneben unterstehen den Römern die Bundesgenossen (Socii), die ihnen zur Heeresfolge verpflichtet sind, aber ansonsten eine unabhängige Stadtverwaltung besitzen.
367 v. Chr. Die Plebejer erreichen, dass sie zum höchsten Amt (Konsulat) zugelassen werden. Von diesem Zeitpunkt an bekleiden jährlich 2 Konsulen das oberste Regierungsamt mit gegenseitigem Einspruchsrecht. Da diese, wie alle anderen Ämter auch, ehrenamtlich vergeben werden, müssen die Kandidaten über ein eigenes Vermögen verfügen. Die Ämterlaufbahn ist damit den Reichen vorbehalten. Die zweitwichtigsten Beamten sind die Prätoren, diese sind Richter. Darunter stehen die Zensoren als Steuerschätzer und Sittenwächter. Die allgemeine Staatsverwaltung wird durch Ädilen (Polizei und Kulturaufsicht) und die Quästoren (Finanzbeamte) aufrechterhalten. Diese Ämter sind sowohl Patriziern als auch Plebejern zugänglich  Alle Beamten wurden gewählt. Das Wahlrecht ist nach dem Vermögen gestaffelt. Die Reichen haben mehr Einfluss auf die Wahlergebnisse.
Ab 367 v. Chr. bildet sich aus den Patriziern und den reichen Plebejern, die sich alleine die Ämter leisten können. eine neue Führungsschicht, die Nobilität. Nur Angehörige dieser Familien bekleiden die Magistraturen. Mit der Zulassung der Plebejer zu den Priesterämtern werden die Ständekämpfe abgeschlossen (um 300).
340-338 v. Chr. Rom gliedert im Latinerkrieg die anderen latinischen Städte seinem Staatsgebiet an.
Die Samnitenkriege
Die Bergbevölkerung Mittelitaliens, die Samniten, bedrohen die griechische Stadt Neapel, die Rom zu Hilfe ruft.
321 v. Chr. Die Römer werden am Caudinischen Paß von den Samniten geschlagen. Doch gelingt es den Römern, durch den Bau von befestigten Städten (Kolonien), in denen Römer angesiedelt werden, an der Grenze die Samniten einzuschließen.
295 v. Chr. Niederlage der Verbündeten der Samniten.
290 v. Chr. Römer und Samniten schließen Frieden. Die Römer behaupten ihre Kolonien und werden damit stärkste Macht in Italien.
283 v. Chr. Rom besiegt die Kelten am Vadimonischen See. Die Kelten werden in die Poebene zurückgedrängt.
282 v. Chr. Der Krieg gegen Pyrrhos
beschlagnahmt die griechische, in Süditalien liegende Stadt Tarent römische Handelsschiffe. Um sich gegen Rom zu behaupten, ruft Tarent den König von Epiros, Pyrrhos, zu Hilfe.
280 v. Chr. Landung des Pyrrhos mit einem Heer und Kriegselefanten in Italien.
Pyrrhos besiegt die Römer bei Herakleia.
279 v. Chr. Erneuter Sieg des Pyrrhos über die Römer bei Ausculum, doch Pyrrhos hat schwere Verluste (Pyrrhossiege)
278-276 v. Chr. Ein Versuch des Pyrrhos, Sizilien zu erobern, scheitert.  
275 v. Chr. Die Römer schlagen Pyrrhos bei Beneventum. Pyrrhos kehrt nach Griechenland zurück. 272 wird er dort in Argos ermordet.  
272 v. Chr. Die Römer erobern Tarent. Folge: Rom ist wichtigste Stadt in Mittel- und Süditalien
264 v. Chr. Die Römer erobern fast ganz Sizilien.  
260 v. Chr. Bau einer römischen Flotte nach dem Modell eines gestrandeten phönizischen Schiffes. Die Römer siegen in der Seeschlacht von Mylae. Doch verlieren die in der Seefahrt unerfahrenen Römer durch Stürme ihre Flotte.
256-255 v. Chr. Ein römischer Angriff auf Karthago scheitert.
241 v. Chr. Nach dem Bau einer neuen Flotte fällt die Entscheidung zugunsten der Römer in der Seeschlacht bei den Agatischen Inseln. lm Frieden müssen die Karthager Sizilien an Rom abtreten und hohe Tribute bezahlen.  
240 v. Chr. Sizilien wir 1. Provinz Roms. Eine Provinz wird von einem Statthalter Roms (Prätor) verwaltet. Die Einwohner sind ohne politische Rechte und Untertanen Roms. Sie müssen hohe Steuern bezahlen.  
227 v. Chr. Rom besetzt Korsika und Sardinien. Diese werden 2. römische Provinz.
Nachdem Rom ganz Mittel- und Süditalien und die großen Inseln im Mittelmeer beherrscht, greift es die Kelten in der Poebene an.
222 v. Chr. Die Kelten werden unterworfen und Norditalien zur Provinz gemacht (Gallig eisalpina).  
2. Punischer Krieg

Vorgeschichte: Als Ausgleich für die Verluste in Sizilien, Korsika und Sardinien erobert Karthago Spanien und wird erneut zum Konkurrenten Roms.  
219 v. Chr. Hannibal, der Feldherr der Karthager, erobert das mit Rom befreundete Sagunt.  
218 v. Chr. Hannibal überschreitet die Grenze am Ebro. Daraufhin erklärt Rom Karthago den Krieg (2. Punischer Krieg 218-201). Hannibal will den Krieg nach Italien tragen. Deshalb zieht er mit 50000 Soldaten, 10000 Reitern und 37 Kriegselefanten über die Pyrenäen und die Alpen nach Italien. Der Alpenübergang über den Mont Cenis (2082 m) ist eine der großen Leistungen Hannibals. In Oberitalien besiegt er die Römer an der Trebia. Daraufhin schließen sich die Kelten seinem Heer an.  
217 v. Chr. Sieg Hannibals über die Römer unter C. Flaminius am Trasimenischen See.  
216 v. Chr. Die Römer werden bei Cannae vernichtend geschlagen (60000 Tote), indem Hannibal sie mit seiner numidischen Reiterei einkesselt. Er zieht nach diesem Sieg aber nicht gegen das ungeschützte Rom, sondern bleibt in Süditalien. So kann Rom ein neues Heer aufstellen, die abgefallenen Bundesgenossen Capua und Syrakus unterwerfen und den Nachschub für Hannibal nach Italien unterbrechen.  
204 v. Chr. P. Cornelius Scipio setzt mit einem römischen Heer nach Afrika über und erzwingt so den Abzug Hannibals aus Italien.     
202 v. Chr. Sieg Scipios bei Zama.
Folge: Karthago tritt Spanien ab und liefert die Flotte aus. Es ist in der Folgezeit keine Großmacht mehr. Rom beherrscht alleine das westliche Mittelmeer. 
Die Eroberung des griechischen Ostens durch Rom Die Politik Roms nach dem Ende des 2. Punischen Krieges ist geprägt von einem Streben nach möglichst sicheren Grenzen. Dazu ist die Ausschaltung aller anderen größeren Staaten notwendig. Da die Eroberungen auch wirtschaftliche Gewinne bedeuten, ist die führende Schicht in Rom an der Ausdehnung der römischen Macht interessiert. Aus den Provinzen fließen Steuern nach Rom, der Handel römischer Kaufleute wird begünstigt. Die davon profitierenden Steuereinnehmer und Kaufleute gehören dem Stand der Ritter an. Dies sind diejenigen, die genug Geld haben, sich ein Pferd für die Kriegsführung zu unterhalten. Die Ritter treten für weitere Eroberungen ein, da sie sich dadurch weitere Gewinne versprechen. Rom erobert den griechischen Osten durch Kriege.
200-197 v. Chr. Krieg gegen Philipp V. von Mazedonien.  
198 v. Chr. Sieg bei Kynoskephalai.  
191-188 v. Chr. Krieg gegen Antiochos III. von Seleukien.  
190 v. Chr. Sieg bei Magnesia.  
171-168 v. Chr. Krieg gegen Perseus (Sohn Philipps V.)  
168 v. Chr. Sieg bei Pydna. Mazedonien wird römische Provinz.
151-146 v. Chr. Rom wirft einen letzten Aufstand für Griechenlands Freiheit nieder.
146 v. Chr. Zerstörung von Korinth durch den Konsul L. Mummius. Griechenland wird zur römischen Provinz Achaia.
Zerstörung Karthagos. Die wenigen überlebenden Bewohner werden von den Römern in die Sklaverei verkauft.  
Folgen: Rom ist stärkste Macht im Mittelmeerraum. Auch die letzten unabhängigen Staaten Seleukien und Ägypten spüren den Machtwillen Roms. Die Stadt Rom ist Zentrum der Welt. Die griechische Kultur gewinnt an Einfluss. Alle Steuern und Tribute aus den Provinzen fließen nach Rom. Die Adligen und die Ritter profitieren von dem Reichtum. Seit 168 brauchen römische Bürger keine Steuern mehr zu zahlen. Die Bauern dagegen, die die langen Kriege als Soldaten geführt haben, verarmen, da sie in der Kriegszeit ihre Äcker nicht bestellen können. Sie verkaufen ihren Grund an Großgrundbesitzer (Latifundienbesitzer), die das Land durch Sklaven bebauen lassen. Da durch die Kriege viele Sklaven als Kriegsgefangene nach Rom kommen, ist Sklavenarbeit billiger als die Arbeit von freien Bauern. Diese ziehen nach Rom und sind dort von den Getreidespenden der Reichen abhängig. Es bildet sich ein städtisches Proletariat (von Proles = reich an Kindern). Die sozialen Spannungen haben sich durch die Eroberungen Roms verstärkt, da der Gegensatz zwischen den wenigen Reichen und den vielen Armen größer geworden ist
133 v. Chr. Der Adlige, Tiberius Gracchus wird als Führer der Volkspartei (Popularen) zum Volkstribunen gewählt. Er beabsichtigt, Land an die Proletarier zu verteilen, damit diese sich selbst ihren Lebensunterhalt erarbeiten können. Als er dies gegen den Willen der Senatspartei (Optimalen) durchsetzt, wird er 132 erschlagen.
123 v. Chr. Gaius Gracchus, Bruder von Tiberius, wird zum Volkstribunen gewählt. Die Landverteilung an Armee wird fortgesetzt. Es werden Kolonien auf erobertem Staatsland gegründet. Großgrundbesitzer müssen das von ihnen unrechtmäßig in Besitz genommene Land abgeben.  
121 v. Chr. Gaius wird wie sein Bruder von seinen politischen Gegnern, den Optimaten, getötet.
111 v. Chr. Beginn des Kriegs gegen den Numiderkönig Jugurtha, der die Korruption und die Geschäfte der römischen Oberschicht aufdeckt.  
106 v. Chr. Der Konsul C. Marius (156-86), der unbestechlich ist, beendet den Krieg, indem er Jugurtha durch seinen Legaten Sulla gefangen nimmt.  
Die Landflucht führt dazu, dass immer weniger Bürger als Soldaten zur Verfügung stehen. Denn im römischen Milizheer muss jeder Soldat seine Ausrüstung selbst bezahlen. Das städtische Proletariat ist besitzlos und somit nicht als Soldaten einzusetzen. Marius lässt deshalb auch Besitzlose zum Kriegsdienst zu. Die Ausrüstung stellt der Staat oder der Feldherr. Nach einer 25jährigen Dienstzeit wird dem Soldaten zur Sicherung seines Lebensunterhalts Grund und Boden geschenkt. Aus dem Milizheer wird so unter Marius ein stehendes Berufsheer mit starken persönlichen Bindungen an seinen Feldherrn.

Mit diesem neuen Heer gelingt es Marius, die nach Italien eindringenden Germanenstämme der Teutonen
102 bei Aquae Sextie und der Kimbern  101 bei Vercellae zu vernichten.
100 v. Chr. Marius, der Führer der Volkspartei, wird entmachtet. Die Senatspartei gewinnt die Oberhand.
91-89 v. Chr. Bundesgenossenkrieg. Nachdem die Verleihung des römischen Bürgerrechts (Wahlrecht, Befreiung von Steuern, Rechtsschutz) an alle Italiker (Bewohner Italiens) vom Senat abgelehnt wird. beginnt   91 der Bundesgenossenkrieg.  
89 v. Chr. Die Italiker erlangen trotz ihrer militärischen Niederlage das römische Bürgerrecht.    
88-81 v. Chr. Mithridatische Kriege. Die Ausbeutung der Provinzen durch Roms Steuerpächter führt in Kleinasien zu Aufständen.
88 v. Chr. In der Vesper von Ephesos werden 80000 Römer auf Befehl des Mithridates IV., König von Pontos, ermordet. In Rom wird L. Cornelius Sulla (138-78), der Führer der Senatspartei, zum Oberbefehlshaber ernannt. Marius wird nicht berücksichtigt. Es kommt in Rom zu blutigen Kämpfen zwischen Volks- und Senatspartei. Sulla besiegt in dieser Zeit Mithridates in Kleinasien in zwei Feldzügen.  
82 v. Chr. Sulla kehrt nach Rom zurück und besiegt am Collinischen Tor die Anhänger der Volkspartei.  
82-79 v. Chr. Diktatur Sullas. Sulla ächtet seine Gegner, 90 Senatoren und 2600 Ritter werden getötet, ihr Vermögen wird beschlagnahmt.     Sulla ordnet die Verwaltung der Provinzen neu. So muss jeder Konsul und jeder Prätor nach dem Ende seines Amtsjahres als Statthalter in die Provinzen gehen. Sulla stärkt die Macht des Senates und schwächt die Volkstribunen.
79 v. Chr. Freiwilliger Rücktritt Sullas.
73-71 v. Chr. Der große Sklavenaufstand. Die Kriege bringen viele Sklaven nach Italien. Die landwirtschaftlichen Großbetriebe arbeiten nur mit Sklaven. Im Straßen- und Bergbau werden Sklaven eingesetzt, dazu kommt eine große Zahl als Hausbedienstete.  
73 v. Chr. In Capua beginnt in der Gladiatorenschule unter dem Thraker Spartakus ein Aufstand der Sklaven, der sich rasch ausweitet und zeitweise die römische Herrschaft bedroht.  
71 v. Chr. Crassus schlägt das Sklavenheer am Vesuv. Pompeius die Reste bei Tarent.  
70 v. Chr. Pompeius und Crassus werden zu den Konsuln des Jahres gewählt. Sie beseitigen die Gesetze des Sulla.  
66 v. Chr. Pompeius besiegt Mithridates und ordnet die römische Verwaltung in Kleinasien und Syrien neu. Das Reich der Seleukiden verschwindet. Der Euphrat wird die Grenze zwischen dem Römischen und dem Parthischen Reich.    
63-62 v. Chr. Catilinarische Verschwörung. Der Konsul Cicero unterdrückt die von ihm in Reden übertriebene Verschwörung des Catilina. Dieser wollte mit Waffengewalt die Herrschaft in Rom erringen. Cicero wird als Retter des Vaterlandes gefeiert (Pater patriae).
60 v. Chr. Als der Senat die Versorgung mit Land der ausgeschiedenen Veteranen des Pompeius und dessen Neuordnung in Kleinasien ablehnt, schließt sich dieser mit Crassus und C. Julius Cäsar (100-44) zum ersten Triumvirat zusammen. Gemeinsam wollen sie ihre politischen Ziele durchsetzen. Sie teilen sich die Macht im Staat und setzen sich damit über die alte republikanische Verfassung hinweg.  
53 v. Chr. Tod des Crassus in der Schlacht gegen die Parther bei Carrhae. Damit zerfällt das private Bündnis.
58-51 v. Chr. Die Eroberung Galliens. Cäsar ist als Statthalter Verwalter der Provinzen in Norditalien und Südfrankreich. In eine innergallische Auseinandersetzung zwischen den Häduern und Sequanern greift er mit seinen Legionen ein. Er besiegt die Helvetier, die Belger und verschiedene Gallierstämme. Auch die in Gallien eindringenden Germanen unter Ariovist werden in mehreren Schlachten besiegt.
55 v. Chr. Cäsar setzt nach Britannien über und besiegt dort Cassiovelaunus.
52 v. Chr. Der letzte Aufstand des Gallierfürsten Vercingetorix wird durch die Eroberung von Alesia niedergeworfen. Gallien wird römische Provinz. Während Cäsar in Gallien kämpft, setzt sich Pompeius als alleiniger Konsul an die Spitze der Republik.  
49-46 v. Chr. Bürgerkrieg zwischen Pompeius und Cäsar.  
49 v. Chr. Cäsar entlässt seine Soldaten nicht, sondern überschreitet den Rubikon (Grenzfluss zwischen der Provinz Gallia cisalpina und Italien). Damit beginnt der Bürgerkrieg (allia jacta sunt = die Würfel sind gefallen). Cäsar zieht nach Rom und verdrängt Pompeius aus Italien.
48 v. Chr. Cäsar siegt bei Pharsalos in Griechenland über das Heer des Pompeius. Dieser flieht nach Ägypten, wird dort aber ermordet. Cäsar siegt über die Ägypter, weil diese einen Römer ermordet heben und setzt in Alexandria Cleopatra als Königin ein. In Feldzügen nach Palästina, Spanien und Nordafrika besiegt er seine Feinde. (veni, vidi, vici)
45 v. Chr. Cäsar wird Konsul auf 10 Jahre und höchster Priester. Es droht eine Alleinherrschaft Cäsars.
44 v. Chr. 15. März. An den Iden des März wird Cäsar im Senat von den Republikanern C. Cassius und M. Brutus und anderen Senatoren ermordet.
Cäsar
war der erste Römer, der sein Porträt auf die Vorderseite einer Münze schlagen ließ. Er verletzte damit ein uraltes religiöses Tabu, das schon die alten Griechen daran gehindert hatte, das Abbild eines Sterblichen auf einer Münze zu verewigen. Dieses Porträt verriet deutlich Cäsars Absicht, König zu werden und war daher wahrscheinlich einer der Gründe für seine Ermordung.
40 v. Chr Vertrag von Brindisi: Octavian erhält den Westen. Antonius den Osten und Lepidus Nordafrika.
30 v.Chr. Octavian erobert Ägypten (Antonius und Cleopatra begehen Selbstmord). Ägypten wird römische Provinz. Rom ist Beherrscherin der gesamten Mittelmeerwelt.
Mit der Niederlage Mark Antons (Caesar's General) und Kleopatras (Königin von Ägypten) 30 v.Chr. war Augustus der Herrscher Roms. Roms Regierung war aber durch interne Querelen funktionsunfähig. Zum Überleben brauchte es jetzt nicht nur Reformen, sondern einen Anführer mit Kreativität und Durchschlagskraft. Dieser Mann war Augustus, noch von Caesar zu seinem Nachfolger bestimmt. Augustus liess sich Spanien, Gallien und Syrien auf 10 Jahre übertragen, die andern Provinzen waren unter der Administration des Senats. Augustus gelang es, das gesamte Mittelmeerbecken zu vereinigen, damit stabilisierte er die alte Welt.
27 v. Chr.

Octavian wird vom Senat der Ehrentitel Augustus (= der Erhabene) verliehen. Er nennt sich Cäsar Augustus Imperator. Der Eigenname Cäsar wird somit zum Titel. Im Mittelalter wird er zum Titel des höchsten Fürsten, zu Kaiser und zu Zar. Ab dieser Zeit wird Octavian nun mehr Augustus genannt. Die Alleinherrschaft des Octavian. das Principat, wird legalisiert. Der Senat hat nur noch beratende Funktion. Unter Augustus erlebt Rom eine Blütezeit (Goldenes Zeitalter). Augustus sichert das Römische Reich gegen äußere Feinde.

16-15 v. Chr. Die keltischen Stämme, die in den Alpen wohnen, werden  unterworfen.
7 v. Chr. Die Messias-Erwartung im Römischen Reich hat vielfach einen antirömischen politischen Hintergrund.
Ein Zensus = Volkszählung des Quirinus (legt Christi Geburt fest)
Errichtung der römischen Provinz Germanien mit Zentrum bei Köln
0 Kaiser Augustus unterteilt Rom in 14 Regionen, die er je einem Curator unterstellt, schafft ein stehendes Heer, vermindert die Zahl der Legionen von 50 auf 25 (zusammen mit den Hilfsvölkern besitzt das Römische Reich etwa 300000 Soldaten) Augustus baut die Prätorianer-Garde aus ( neun Kohorten unter zwei Präfekten, gewinnt große politische Macht) Verona, eine der ältesten Städte Italiens, gelangt als römische Kolonie zu hoher Blüte, erhält u. a. ein Theater
2 nach Christus Tod des Lucius Caesar (Sohn der Iulia), Verbannung Iulias, Rückkehr des Tiberius
4 Tod des Gaius Caesar (Sohn der Iulia), Augustus adoptiert Tiberius
4 - 6 Erneutes Kommando des Tiberius in Germanien
9 Niederlage des Feldherrn P. Qunictilius Varus gegen den Cherusker Arminius bei Kalkriese.
Der Sieg von Arminius über die römischen Legionen verhindert den Plan, die römische Reichsgrenze durch Vorverlegung an die Elbe zu verkürzen und militärisch zu sichern
19. 8. 14 Augustus stirbt in Nola, Tiberius, sein Stiefsohn, tritt die Nachfolge an

14 - 68

Das julisch-claudische Kaiserhaus

14 - 37 Tiberius Princeps Während Augustus dem Adelsgeschlecht der Julier (Cäsar) angehörte, stammt Tiberius von den Claudiern ab. Deshalb heißen die Herrscher Julisch-Claudische Dynastie.
14 - 16 Kriegszüge des Germanicus (Sohn des verstorbenen Drusus) in Germanien
18 - 19 Germanicus Generalstatthalter im Orient
19 Tod des Germanicus in Antiochia
23 Als Leibwache des Princeps wird die Prätorianergarde gebildet und in einer Kaserne in Rom stationiert. Die Prätorianerpräfekten gewinnen zunehmend an Einfluss auf die Politik und auf die Nachfolgeregelung.
23 - 31 L. Aelius Seianus ist Praetorianerpräfekt, im Jahr 31 wird er gestürzt
26 -36 Pontius Pilatus ist Procurator in Palaestina
ab 27 Tiberius lebt auf Capri.
In dieser Zeit herrschen in Rom seine Günstlinge. Politisch Andersdenkende werden in Hochverratsprozessen zum Tode verurteilt.
29 Tod der Livia
ca. 30 Kreuzigung des Jesus von Nazareth.
Aulus Cornelius Celsus, römischer Verfasser einer Enzyklopädie; besonders wichtig die acht Bücher über Medizin, u. a. Darstellung plastischer Operationen und der Behandlung von Unterleibsbrüchen.
Kochbuch des Apicius
37 - 41 Kaiser Gaius, genannt Caligula. Er führt eine Gewaltherrschaft, da er sich für einen Gott hält
41 Caligula wird ermordet.
41 - 54 Claudius Princeps. Claudius, ein Onkel des Caligula, wird von der Prätorianergarde zum Kaiser ernannt. Claudius, ein gehbehinderter, stotternder Herrscher steht unter dem Einfluss seiner Frau Messalina und dem Prätorianerpräfekten.
43 Beginn der Eroberung Südbritanniens
44 Errichtung der Provinz Thracia
48 Sturz und Tod der Kaiserin Valeria Messalina
49 Claudius heiratet Agrippina d. Jüngere (Mutter Neros)
13. 10. 54 Tod des Claudius
54 - 68 Kaiser Nero
54 - 59 großer Einfluß des Philosophen Seneca auf Nero
58 -63 Offensive im Orient durch Cn. Domitius Corbulo
59 Eroberung Mittelbritanniens; Nero läßt seine Mutter Agrippina ermorden
64 Dem Brand Roms sieht Nero untätig zu, um Rom danach noch schöner aufbauen zu können. Als Brandstifter werden die Christen, Mitglieder einer neuen pazifistischen Religion aus Judäa verfolgt (erste Christenverfolgung).
65 Pisonische Verschwörung; Tod Senecas
66 Neros Griechenlandreise; Aufstand der Juden in Palaestina
66 - 70 Krieg in Judaea
68 Aufstände in Gallien und Spanien, Selbstmord Neros
68/69 Vierkaiserjahr: Galba, Otho, Vitellius, Vespasian

68 - 96

Das flavische Kaiserhaus

69 - 79 Vespasian  
Vermutlich erstes Kastell für die 2. Raeterkohorte, eine 500 Mann starke Infanterieeinheit in "Sorviodurum" an der Donau.
70 Aufstand der Bataver unter Iulius Civilis
Titus, Sohn des Vespasian, erobert Jerusalem und die Bergfestung Masada. Judäa wird römische Provinz. Rom wird wieder aufgebaut. Bau von Thermenanlagen (Hallenbädern) und des Kolosseums.
77 Dieser Aureus, ein Aureus repräsentierte 25 Denare, zeigt ein schönes Porträt des Kaisers Vespasian aus dem Jahr 77 n. Chr. Der stiernackige Vespasian war ein Vertreter des römischen Bauernstandes und verkörperte die folgenden römischen Tugenden: harte Arbeit und finanzpolitischen Realismus. Unter ihm kehrte, nach Jahren der Bürgerkriege, Ruhe und Ordnung in Rom ein.
70 - 80 Bau des Amphittheatrum Flavium (Colosseum)
77 - 83 Feldzüge des Cn. Iulius Agricola in Nordbritannien
79 Pompeji und Herculaneum durch Vesuvausbruch zerstört. Von den 20000 Einwohnern Pompejis kommen etwa 2000 um.
24. 6. 79 Tod Vespasians
79 - 81 Titus
24. 8. 79 Vesuvausbruch: Untergang Pompejis und Herculaneums
80 Einweihung des Colosseums
81 - 96 Domitian
83 - 96 Kriege gegen Chatten und Daker
84 Baubeginn des Limes zwischen Rhein und Donau als Grenzbefestigung gegen das freie Germanien.
Eroberung Schottlands, das römische Provinz wird.
89 (?) Errichtung der Provinzen Germania Superior und Germania Inferior
18. 9. 96 Ermordung des Domitian

96 - 180

Die Adoptivkaiser

96 -98 M. Cocceius Nerva
98 - 117 M. Ulpius Traianus
101 - 106 Krieg gegen die Daker, Errichtung der Provinzen Dacia und Arabia
107 Gesandtschaft aus Indien in Rom
113 - 117 Krieg gegen die Parther
116 Eroberung der parthischen Hauptstadt Ktesiphon; Errichtung der Provinzen Assyria und Mesopotamia
9. 8. 117 Tod Traians in Selinus (Kilikien)
117 - 138 Hadrian
Es war eine der Sternstunden des Römischen Reiches, als Kaiser Trajan (98-117) seinem Grossneffen Hadrian die militärische Macht im Osten anvertraute und ihn damit praktisch zu seinem Nachfolger machte. Trajan hätte niemanden finden können, der besser für das Kaiseramt ausgebildet war, mehr Provinzen aus eigener Anschauung kannte und eine grössere Bereitschaft mitbrachte, seine Kenntnisse zu erweitern. Hadrian vertrat moderne und weitsichtige Ideen. So gab er die von seinem Adoptivvater eroberten Provinzen auf, die nur unter grossem militärischem Einsatz zu halten waren – was allerdings der altrömischen Tugend des Eroberns widersprach. Ausserdem betrachtete er die Bewohner der Provinzen als Gleichgestellte, womit er das Fortbestehen des römischen Reiches für weitere Jahrhunderte sicherte. Hadrian war Kosmopolit: während seiner 21-jährigen Herrschaft befand er sich nur etwa fünf Jahre lang in Rom. Er bereiste alle Provinzen und förderte überall Kunst und Wissenschaft. Und: Hadrian trug einen Bart! Hadrian war der erste Kaiser, der sich mit Vollbart darstellen liess – und begründete damit eine Mode, die sich bis in die Zeit der Severerdynastie (193-235) halten sollte. Auf seinen Münzen wurde Hadrian mit edlem Profil dargestellt. Dabei dürfte die Vorliebe des Kaisers für alles Griechische mitgespielt haben, denn sein Porträt orientiert sich an dem idealisierten Stil der klassischen griechischen Kunst.
121 - 125 erste Reise Hadrians durch das Imperium, Limesbauten
122 Errichtung des Hadrianswalles in Nordbritannien
128 - 133 zweite Reise Hadrians durch den Osten des Reichs
130 Tod des Antinoos im Nil
132 - 135 jüdischer Aufstand unter Schimeon Bar Kochba, darauf endgültige Niederwerfung der Juden
10. 7. 138 Tod Hadrians
138 - 161 Antoninus Pius
161 - 180 Marcus Aurelius
161 - 166 Krieg gegen die Parther
166 eine römische Gesandtschaft reist nach China; Pestepidemie im Reich
166 - 175 erster Krieg gegen Marcomannen und Quaden, Sicherung der Donaugrenze
175 Aufstand und Untergang des Generals Avidius Cassius in Syrien
176 Tod der Kaiserin Faustina die Jüngere
177 - 180 zweiter Marcomannenkrieg
17. 3. 180 Tod des Marcus Aurelius in Vindobona (Wien)
180 - 192 Commodus (Terrorherrschaft)
180 Abbruch des Marcomannenkriegs, Rückkehr zum Klientelstaatensystem
Bau der Porta Nigra in Trier als Nordtor-> Bildergalerie
(größtes und am Besten erhaltenes Stadttor des Römischen Weltreiches.
31. 12. 192 Ermordung des Commodus
193 das Fünfkaiserjahr: P. Helvius Pertinax, M.Didius Iulianus, Pescennius Niger,
Septimius Severus, Clodius Albinus

193 - 235

Das severische Kaiserhaus

193 - 211 Septimius Severus; großer Einfluß der Kaiserin Iulia Domna auf das kulturelle Leben im Reich
194 - 197 Kriege gegen die Konkurrenten um den Kaiserthron
195 - 199 zwei Kriege gegen die Parther
199 - 204 Septimius Severus in Ägypten und Africa
4. 2. 211 Septimius Severus stirbt in Eburacum (York)
211 - 212 Doppelherrschaftdes Caracalla und seines Bruders Geta
19. 2. 212 Caracalla läßt Geta ermorden
211 - 217 Caracalla
Die politische und wirtschaftliche Krise des 3. Jahrhunderts beeinflusste auch das Münzwesen. Kaiser Caracalla wollte der Geldknappheit Roms Herr werden, unter anderem indem er einen sog. doppelten Denar prägen liess. Dieser wurde aber nur mit 50% mehr Silber beinhaltete als der einfache Denar. Der Antoninian hatte also einen Wert von nur 1 1/2 Denaren. Die grosse Inflation wegen den immensen Kriegsausgaben hatten die Staatskasse geleert. Deshalb verlieh er 212 allen Einwohnern des Reiches das römische Bürgerrecht, was sich zur Steuereinziehung als nützlich erwies.
Caracalla hiess in Wirklichkeit Antoninus Augustus, wie auf der Münzvorderseite angeschrieben. Nach ihm wurde diese neue Münze "Antoninian" genannt. Wohl profitierte die Regierung während wenigen Jahren von dieser Reform, längerfristig aber vertrieb sie den echten Denar als Geldmittel, nachdem dieser während 400 Jahren den Münzstandard gebildet hatte.
212 römisches Bürgerrecht für alle Reichsbewohner: Constitutio Antoniniana
213 Kämpfe in Germanien
216 Einweihung der Caracalla - Thermen
216 - 217 Krieg gegen die Parther
8. 4. 217 Caracalla wird ermordet
217 Selbstmord der Kaiserin Iulia Domna
217 - 218 Zwischenprincipat des Opellius Macrinus
218 - 222 Elagabal (Marionettenherrschaft unter seiner Großmutter)
219 der syrische Gott Baal wird zum Reichsgott
222 Ermordung Elagabals und seiner Mutter
222 - 235 Severus Alexander (tatsächlich regieren Großmutter und Mutter des Kaisers)
224 Sieg der persischen Sassaniden über den letzten Partherkönig: neuer Gegner Roms im Osten ist das Perserreich
231 - 233 Krieg gegen die Perser
233 - 235 Krieg gegen Germanen am Rhein
22. 3. 235 Ermordung des Severus Alexander und seiner Mutter

235 - 284

Schwere Krise des Reichs - Soldatenkaiser

235 - 238 Maxinimus Thrax, aus der Provinz Thrakien stammend, galt gemeinhin als wenig gebildet und stammte aus einfachen Verhältnissen
238 Gordianus III. wurde schon mit 13 Jahren zum Kaiser ausgerufen.
241 - 271 Schapur I. König in Persien
244 - 270 Wirken des Philosophen Plotinos in Rom
244 - 249 Philippus Arabs
248 Jahrtausendfeier Roms
249 - 251 Decius
249 - 250 Christenverfolgung des Decius
251 - 253 Trebonianus Gallus, Volusianus, Aemilianus
253 - 260 Valerian
ab 253 Krieg gegen die Perser; Plünderungszüge der Burgunder und Karpen in Kleinasien
254 Der Limes wird von den Alamannen durchbrochen und muss als Grenzbefestigung aufgegeben werden. Das Land zwischen Rhein und Donau wird von den Germanen besiedelt.
ab 256 Plünderung bithynischer Städte; Gegenkaiser in allen Teilen des Reichs; galoppierende Inflation, Seuchen, Hungersnöte
257 - 260 Christenverfolgung des Valerian
259 Einfälle der Franken in Gallien und Hispanien; Gallien spaltet sich vom Reich ab
260 Kaiser Valerian wird von den Persern gefangengenommen, Tod in Persien
260 - 268 Gallienus; Goten in Griechenland und Kleinasien
268 - 270 Claudius II. Gothicus
270 - 275 Aurelian
271 Aufgabe der Provinz Dacia, die Oase Palmyra fällt unter Königin Zenobia vom Reich ab, wird aber bald wieder eingenommen; Ummauerung Roms
273 Ende des gallischen Sonderreichs, Rückeroberung Ägyptens
275 Aurelian wird ermordet
275 - 284 Tacitus, Probus, Carus, Numerianus, Carinus
280 Die Rhein- und Donaugrenze kann durch Probus gesichert werden.
284 - 337 Von Diocletian zu Konstantin
284 - 305 Diocletian
ist einer der großen Soldatenkaiser aus Dalmatien, der unablässig an der Reorganisation des Riesenreiches arbeitete. Deshalb wird seine Zeit als "Roms' Erholung" bezeichnet. Die Wirtschaft hatte stagniert, die Inflation schnellte in die Höhe, die Einnahmen der Regierung konnten nur noch in Naturalien eingetrieben werden und unter den Heerführern herrschten dauernde Machtkämpfe. In dieser Situation führte Diocletian als Nachfolgeregelung die Tetrarchie (= Herrschaft zu viert) ein, indem er das Reich in vier Gebiete teilte. 301 führte er die erste Lohn- und Preiskontrolle der Welt ein, da die Inflation das meiste Silber vertrieben hatte und damit den allgemeinen Handel lähmte.
Am wichtigsten war Diocletian's Geldreform: Er erhöhte das Gewicht des Gold-Aureus, führte eine reine Silbermünze ein (heute nennen wir sie "Argenteus" = Silber) und für den Markt kreierte er die Kupfermünze Follis.
Aureus (Gold) = 24 Argentii
Argenteus (Silber) = 5 Follis
Follis (Kupfer) = 5 Antoninian
Dieses Geldsystem ist auf dem Medallion abgebildet. Jede der drei Monetae, drei Frauen mit verschiedenen Frisuren, symbolisiert eines der Metalle: Gold, Silber, Kupfer.
284 Niederwerfung des gallischen Bagaudenaufstands (kelt. Bauern) durch den Feldherrn Maximinian
285 Maximinian wird zum zweiten Augustus erhoben
287 -292 Kämpfe gegen die Alamannen
293 Ernennung von Galerius und Constantius Chlorus zu Caesares: erste Tetrarchie (Viererherrschaft)
294 - 296 Reichsreform Kaiser Diocletians
297 Sieg des Galerius über die Perser
298 Sieg des Constantius Chlorus über die Alamannen
299 Baubeginn der Diocletiansthermen in Rom
301 Höchstpreistarife Diocletians gegen die zunehmende Teuerung
303 letzte große Christenverfolgung
1. 5. 305 Abdankung Diocletians und Maximinians
305 - 306 Augusti: Galerius und Constantius Chlorus,  Caesares: Flavius Severus und Maximinus Daia: zweite Tetrarchie
306 Tod des Constantius in Eburacum; Severus wird Augustus, Konstantin (Sohn des Constantius Chlorus) Caesar und Maxentius (übergangener Sohn Maximinians) illegaler Kaiser von Rom
307 Tod des Severus; Kämpfe Konstantins gegen Alamannen und Franken
308 Kaiserkongress zu Carnuntum: Augusti sind Galerius und Licinianus Licinius Aufstand des Caesares hat deren Ernennung zu Augusti zur Folge
311 Ende der Christenverfolgung durch Toleranzedikt des Galerius, der kurz darauf stirbt und Licinius.
28. 10. 312 Niederlage und Tod des Maxentius gegen Konstantin an der Milvischen Brücke in Rom
313 Tod Diocletians; Mailänder Toleranzedikt des Konstantin und des Licinius die Christen betreffend; Tod des Maximinus Daia
314 - 324 Rivalität und zwei Kriege zwischen Konstantin und Licinius enden mit dem Sieg des Konstantin
324 - 337
Konstantin I
Auf dieser Münze ist der Wechsel des Machtzentrums von Rom nach Konstantinopel dokumentiert: Die Rückseite dieses frühen Solidus aus dem Jahre 314 zeigt die Göttin Roma, wie sie dem Herrscher von Konstantinopel den Globus überreicht. Auf der Vorderseite sehen wir Kaiser Konstantin den Grossen.
Die Reformen der zwei grossen Soldatenkaiser Diokletian (284-305) und Konstantin hatten entscheidenden Einfluss auf das Ende der Anarchie im Römischen Reich.
Wohl gab es Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden grossen Herrschern: so die Erkenntnis, dass Italien − und vor allem Rom − sich als Zentrum des Reiches überlebt hatte. Aber ihre Antworten auf die damaligen Probleme waren grundverschieden: Diokletian teilte das Reich mit Mitregenten (Augusti und Cäsaren), Konstantin dagegen ging wieder zur Alleinherrschaft und Vererbung der Krone über. Unterschiede gab es auch in Glaubensfragen: Diokletian verfolgte die Christen, Konstantin trat selber zum Christentum über. Zudem lag Diokletians Hauptquartier im abgelegenen Nikomedia, während Konstantins Stadtgründung Konstantinopel schnell zur Blüte kam. Auch Diokletians Versuch, die Wirtschaft mittels Preiskontrollen und einer Münzreform unter Kontrolle zu bringen, scheiterte − und führte schliesslich zur neuen Goldmünze Konstantins, dem Solidus. Dieser blieb während Jahrhunderten die vorherrschende Münzeinheit. So gilt Konstantin I. bis in unsere Zeit als grosser Herrscher.
Sein Solidus wurde in der römischen Stadt Augusta Treverorum (dem heutigen Trier) geprägt. Schliesslich war dies auch die Stadt, der er wieder zu baulicher und kultureller Blüte verholfen hatte, nachdem die eindringenden Franken und Alemannen ihr so arg zugesetzt hatten. In günstigster Verkehrslage am Schnittpunkt von grossen Fernstrassen gelegen, erlebte die Stadt als Versorgungszentrum der römischen Legionen in Germanien denn auch einen enormen Aufschwung des Handels und Gewerbes, ganz besonders aber des Transportverkehrs auf der Mosel.

324 offizielle Anerkennung des Christentums, Konstantins Reichsreform
325 Konzil von Nicaea
326 Konstantin läßt seine Frau, Kaiserin Fausta, und seinen Sohn Crispus hinrichten
328 Alamannenfeldzug
11. 5. 330 Einweihung der neuen Hauptstadt des Imperiums: Konstantinopel
21. 5. 337 Tod nach vorheriger Taufe Konstantins

337 - 476

Die Spätantike

337 - 340 Dreikaiserherrschaft der Konstantinssöhne: Konstantin II. (Westen), Constantius II. (Osten), Constans (Mitte)
340 Tod Konstantins II. gegen seinen Bruder Constans
ab 340 Perserkrieg des Constantius
341 - 348 Übertritt der Westgoten zum arianischen Christentum, Bibelübersetzung ins Gotische durch den Bischof Ulfila
342 Friedensschluß des Constans mit den Franken
350 Sturz und Tod des Constans durch den halbfränkischen Usurpator Flavius Magnentius
351 Sieg Constantius II. über Magnentius, der begeht Selbstmord
354 Erhebung des Iulianus zum Caesar
357 Constantius in Rom: Persertriumph; Kriege des Iulian gegen Alamannen und Franken
358 Krieg des Constantius gegen Quaden und Sarmaten an der Donau
359 - 361 Perserkrieg des Constantius
361 Tod des Constantius II.
361 - 363 Kaiser Iulianus Apostata: Restauration des alten Glaubens
362 "Edikt gegen die Galiaeer"
363 Kaiser Iulianus fällt gegen die Perser in Ktesiphon
ab 364 Doppelherrschaft Valentinians I. (Westen) und des Valens (Osten)
367 Erhebung des 9-jährigen Gratian zum dritten Augustus durch seinen Vater Valentinian
368 - 369 Kämpfe in Britannien
374 - 375 Donaukrieg Valentinians gegen die Quaden
375 Vorstoß der Hunnen gegen Westen; Tod Valentinians
9. 8. 375 Völkerschlacht von Adrianopel: Sieg der Westgoten über die Legionen des Valens; Valens stirbt
ab 379 Theodosius I. d. Gr. wird Augustus des des Ostens
383 Tod Gratians durch einen Gegenkaiser, Tod des Gotenbischofs Ulfila
383 - 392 nominelle Herrschaft Valentinians II. im Westen, tatsächliche Macht in den Händen germanischer Heeresmeister (Bauto, Arbogastes)
392 Tod Valentinians II.: Arbogastes erhebt Flavius Eugenius zum Westaugustus
394 Sieg Theodosius I. über Eugenius und Arbogastes: Alleinherrschaft
7. 1. 395 Tod Theodosius I.: testamentarische Reichsteilung unter seine Söhne Honorius (Westen) und Arkadius (Osten)
395 - 423 nominelle Herrschaft des Honorius im Weströmischen Reich
395 - 408 tatsächliche Herrschaft des Vandalen Stilicho am Hof zu Mailand, später Ravenna
395 - 396 der Balkan wird von den Westgoten unter Alarich verwüstet
ab 400 Ravenna ist Hauptstadt des Weströmischen Reichs
401 Übergang Alarichs nach Italien
402 unentschiedene Schlacht zwischen Alarich und dem weströmischen Heer bei Pollentia, Niederlage Alarichs bei Verona
406 Sueben, Alanen und Vandalen überschreiten den Rhein
406 - 407 Burgunder am Niederrhein, die Sagen um die Nibelungen entstehen
407 - 413 verschiedene Gegenkaiser in Gallien
408 Sturz und Tod Stilichos
408 - 450 Theodosius II. Kaiser im Oströmischen Reich
410 Rom wird von den Westgoten erobert, Alarich stirbt wenig später; Galla Placidia, die Schwester Kaiser Honorius', wird von den Goten entführt und mit Athaulf, dem Nachfolger Alarichs, verheiratet, später ans Reich zurückgegeben
417 Vermählung Galla Placidias mit dem Reichsfeldherrn Constantius
420 Das Großreich der Hunnen entsteht
421 Constantius (III.) wird zum Mitkaiser des Weströmischen Reichs erhoben, er stirbt im selben Jahr
423 Tod des Honorius
424 - 455 Valentinian III. (Sohn Galla Placidias und des Constantius)
429 - 434 Zug der Vandalen nach Nordafrika, Vandalenkriege
436 Vernichtung der Burgunder am Niederrhein durch den General Flavius Aetius
439 offizielle Anerkennung der Souveränität des Westgotenreichs in Aquitanien
450 Tod Galla Placidias
451 Völkerschlacht auf den Katalaunischen Feldern; strategischer Sieg des Aetius über den Hunnenkönig Attila
452 - 453 Zug Attilas gegen Italien, dortiger Tod
454 Sturz des Aetius
455 Kaiser Valentinian wird ermordet, Eroberung und Plünderung Roms durch die Vandalen unter König Gaiserich
455 - 472 Schattenkaiser im Weströmischen Reich unter dem Sueben Ricimer
ab 461 weströmische Kaiser werden faktisch nur noch in Italien anerkannt
472 Tod Ricimers
475 Romulus Augustulus („das Kaiserlein“) ist letzter weströmischer Kaiser
28. 8. 476 Romulus wird abgesetzt; das aus Ostgermanen bestehende Heer in Italien ruft den Skiren Odoakar zu König von Italien aus: Ende des Weströmischen Reichs
487 - 506 Expansion des Frankenreichs unter König Chlodwig
493 - 553 Ostgoten beherrschen Italien
527 - 565 Oströmischer Kaiser Justinian
Justinians Herrschaft markiert den Übergang zum Mittelalter bzw. den Übergang von römischer Tradition zu byzantinischer Regierung.
seit 568 Eroberung Italiens durch die Langobarden

Quellen: Louise-Schroeder-Gymnasium München
und: Judith Mathes Zeittafel zur römischen Geschichte


Germanische Soldaten der römischen Armee 4. bis 5. Jh. n. Chr.
Aus Peter Wilcox   Die Feinde Roms

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